Ernüchternder Samstag am Nürburgring

Oliver Deutsch

20090823_lms_33_b307Einen ernüchternden Samstag erlebte Benjamin Leuenberger beim 1000km Rennen auf dem Nürburgring. Im dritten freien Training sass der Solothurner erstmals an diesem Wochenende für eine längere Zeit im Speedy-Sebah-Lola-Judd. „Leider musste ich mit alten Reifen und vollem Tank auf die Bahn,“ erklärte Leuenberger. „Unser Plan war es das ich einen Longrun fahre, und mit gebrauchten Reifen ausprobiere, wie sich unser Lola über die Distanz verhält. Der Longrun war sehr gut und ein wichtiger Teil unserer Rennvorbereitung, aber natürlich hätte ich lieber einmal mit neuen Reifen richtig Gas gegeben.“

Für das Rennen am Sonntag ist Leuenberger optimistisch: „Wir sind gut vorbereitet, ein Podiumsplatz ist sicher möglich. Jonny wird morgen den Start fahren, ich werde den Mittelteil übernehmen, und Xavier wird den Schlusstint fahren.“ Allerdings muss das Speedy-Sebah-Trio mit einem Handicap leben: Nach dem letzten Rennen in Portugal musste der Judd-Motor getauscht werden. Gemäss den Regularien bekommen die drei Lola-Piloten dafür je zwei Punkte abgezogen.

Im Zeittraining qualifizierte Xavier Pompidou den Lola-Judd für den Dritten Startplatz in der LMP2-Klasse (Gesamt 12.), flog dann allerdings von der Piste und schlug hart in die Reifenstapel ein. Der Lola wurde schwer beschädigt, kann aber rechtzeitig zum Warm-Up am Samstagmorgen wieder repariert werden. Durch den Unfall müssen Leuenberger/Kane/Pompidou das Rennen allerdings aus der letzten Startreihe aufnehmen.  „Bei einem 1000km-Rennen ist die Startposition nicht sehr ausschlagend, denn das Rennen ist sehr lang. Zum Glück bekommen die Speedy-Sebah-Mechaniker das Auto bis zum Sonntag wieder hin. Es ist ärgerlich, aber kein Drama. Der Punktabzug tut uns allerdings weh, denn bei nur fünf Rennen in der Le Mans Series kann das entscheidende Auswirklungen auf den Meisterschaftskampf haben,“ so Leuenberger.

Foto: Eric Fabre / V-IMAGES